Aber früher ging es doch auch...

Shownotes

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Aber früher ging es doch auch…

** Hast du dir diese Frage auch schon mal gestellt? Wenn ich heute daran denke, dass ich früher zu Abizeiten normal in die Schule gegangen bin, nebenbei noch meine Musikspezialausbildung erhalten habe, samstags in den Club gegangen bin bis 6 Uhr früh, dann das Wochenende ganz normal mit meiner Familie verbracht habe, um dann am Montag wieder ganz regulär zur Schule zu gehen, frage ich mich, wie ich das damals alles geschafft habe.

War der Grund einfach nur mein jüngeres Alter? Dass mein Körper das früher einfach besser weggesteckt hat? Oder war es doch, dass ich immer wieder meine eigenen Grenzen überschritten und nicht auf meine Bedürfnisse geachtet habe? War es das Maskieren? Das Funktionieren? Oder einfach der Fakt, dass ich dachte: "Alle machen das so!" und ich mir meiner eigenen Hochsensibilität gar nicht bewusst war?

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Transkript anzeigen

00:00:05: Herzlich willkommen zu meinem persönlichen Podcast, wo sich alles um das Thema Hochsensibilität dreht.

00:00:12: Ich bin Christine Klocke und ich wünsche dir jetzt viel Freude beim Anhören!

00:00:36: Mich heute frage, hey wie habe ich es damals geschafft?

00:00:40: Schule durchzuziehen?

00:00:41: und da ist vielleicht noch wichtig zu sagen.

00:00:44: Ich war auf dem Gymnasium und war aber auch in einer Musik-Spezialklasse.

00:00:47: das heißt ich hab zum normalen Abiturunterricht zusätzlich noch sechs Stunden Musik Und noch zweimal die Woche Chorunterricht mit dazu gehabt oben drauf und wir haben auch immer mal Choreisen gemacht.

00:01:00: Ich frage mich, wie habe ich das eigentlich damals durchgezogen in der Schule?

00:01:05: Bin dann Freitag oder Samstag Nacht noch in den Club gegangen, bin erst um sechs Uhr früh zu Hause gewesen, hab dann das Wochenende mehr oder weniger mit meinen Eltern verbracht, hab also nicht komplett den Tag geschlafen.

00:01:22: Das wäre für mich heute unvorstellbar.

00:01:25: Und ich frage mich so, wie ging das denn früher?

00:01:29: Warum habe ich es denn früher geschafft?

00:01:31: und heute habe ich in der letzten Folge einen Termin am Tag und fühle mich nach dem einen Termine schon als hätte ich eine ganze Woche durchgepowert.

00:01:39: Also was ist denn das eigentlich und warum fällt mir das so schwer zu akzeptieren dass es heute eben nicht mehr so funktioniert wie früher?

00:01:49: Und ich kann mir auch gut vorstellen, dass du nicht nur die Frage ein selbst beschäftigt sondern eben auch das Umfeld.

00:01:54: Denn das Umfelt was dich von früher kennt, das hatte ich ja ganz anders erlebt da warst du ja auch total viel unterwegs.

00:02:01: und ich stell mir heute die Frage habe ich das damals eigentlich nur geschafft weil ich die ganze Zeit maskiert habe?

00:02:09: Weil zugegeben oder auch nicht zugelassen habe, dass ich meinem erschöpften Körper folge?

00:02:16: und ist das vielleicht auch der Grund dafür warum mich so oft krank war.

00:02:19: Warum ich ständig irgendwelche körperlichen Herausforderungen hatte?

00:02:25: Warum ich Kopfschmerzen hatte?

00:02:27: Wieso mich denn nicht Magenschmerzen hat?

00:02:29: Und ich glaube, dass es ein bisschen so ein Zusammenspiel von verschiedenen Dingen ist.

00:02:34: also zum einen war mein Körper natürlich früher auch viel jünger und konnte viel mehr kompensieren, konnte vielmehr leisten.

00:02:44: Heute bin ich auch noch mitten in der Perimenopause in den Wechseljahren was auch nochmal meine Hormone und mein körperliches Gleichgewicht ganz schön durcheinander bringt, was eine zusätzliche Belastung ist Und der Körper ist nicht mehr so leistungsfähig.

00:02:59: Ich bin jetzt forty-fünf wie es eben mit achtzehn war oder mit sechzehn oder noch mit Anfang zwanzig.

00:03:08: Ich glaube aber auch, dass ich damals viel mehr kontrolliert habe.

00:03:14: Vielmehr nicht zugelassen habe wenn mein Körper mir meine Grenze gezeigt hat und das das in diesem Sinne dann auch irgendwie mit Wachstum zu tun hat.

00:03:28: Ich habe mein Mindset verändert, ich bin an einen Punkt gekommen wo ich sage ich möchte und muss viel mehr auf das hören was meinen Körper mir sendet.

00:03:38: Auf die Signale!

00:03:40: Ich muss vielmehr auf meine Grenzen achten.

00:03:43: Ich darf vielmeher ein Leben führen wo ich bestimmte Bedürfnisse auch wirklich ja selbstbewusst vertrete weil ich weiß es ist einfach wichtig für meine Gesundheit.

00:03:56: Ich habe keine Lust darauf, ständig krank zu sein.

00:03:59: Ich hab' keine Lust drauf irgendwie chronisch wirklich krankt zu werden!

00:04:03: Ich heb' keine lust darauf irgendwann im Krankenhaus zu landen weil ich... und für lange Zeit auszufallen oder nicht mehr in Anführungsstrichen funktionieren zu können weil ich immer wieder diese kleinen Signale übertreten habe.

00:04:15: Und ja wenn du mal so auf dein Leben zurückblägst Überleg doch mal wie war denn das bei dir?

00:04:23: Ging bei dir früher wirklich vieles einfach leichter, vielleicht auch weil du körperlich viel besser drauf warst.

00:04:33: Und oder bist du jemanden der vielleicht immer seine Grenzen übertreten hat?

00:04:39: Denn es ist ja ganz klar, wenn du deinen Körper immer wieder schwächst, wenn Du ihn immer wieder über seine Grenze führst.

00:04:45: Und gerade als hochsensible Personen ist es ja unglaublich wichtig die eigenen Grenzen auch zu warnen und sich die nötigen Auszeiten zur Regeneration zu geben.

00:04:55: Klar, wir wissen das wir unglaublich gut funktionieren können, wenn's von uns verlangt wird – auch über einen längeren Zeitraum hinweg!

00:05:01: Können wir es schaffen unsere hohe Sensitivität irgendwie im Zaum zu halten?

00:05:06: Aber nur dann… Und nur dann bleiben wir auch gesund, wenn wir uns danach die nötige Auszeit gönnen und nicht auf eine unbegrenzte Zeit hinweg immer wieder drüber gehen.

00:05:18: Immer wieder Höchstleistung von unserem Körper verlangen!

00:05:22: Denn die richtige Höchstleistung, die kommt dann wenn wir unseren Körper gut behandeln.

00:05:27: Wenn wir auf unsere Bedürfnisse und unsere Grenzen achten.

00:05:31: Denn dann ist unser Körper und unser Gehirn vor allem – das ist auch durch Studien herausgefunden worden – ist unser hochseinsibles Gehirnen dazu in der Lage überdurchschnittlich hohe Leistungen zu erbringen.

00:05:45: Also damit heben wir uns praktisch von der Masse ab dass wir unter den richtigen Bedingungen wirklich höhere Leistungen bringen, als ich sage jetzt mal neurotypische Menschen.

00:05:56: Und das ist eine ganz krasse Erkenntnis die aber viel zu oft verloren geht weil wir eben immer in einem falschen System, im falschen Umfeld versuchen zu funktionieren und dann fehlt uns die Regeneration, dann fehlen die uns in der Arbeit gut tun, zum Beispiel dass wir flexibel sein können.

00:06:15: Dass wir Pausen machen können und vielleicht einen Gehörschutz tragen dürfen.

00:06:19: Dass auf gesundes Essen achten.

00:06:22: Und ich glaube auch, dass wir früher irgendwie da nicht so lange gebraucht haben um uns von irgendwas zu erholen weil unser Körper einfach ganz anders funktioniert hat.

00:06:33: Weil er viel schneller sich regenerieren konnte und weil wir ja auch glaube ich so viele coole Dinge irgendwie gemacht haben.

00:06:42: Und ich weiß aber auch, dass in Momenten wo ich sehr emotional war, wo Dinge passiert sind die mich emotional irgendwie sehr aufgewühlt haben, die sehr anstrengend für mich waren das mein Körper mir dann auch gezeigt hat hey jetzt solltest du mal ein bisschen kürzer treten.

00:06:59: und es war ganz oft so dass sich dann in den momenten wo Ich diese zeit hatte wo ich kürzertreten konnte dass ich dann auch krank geworden bin.

00:07:09: also Es war relativ oft so, dass ich in den Ferien krank geworden bin.

00:07:13: Dass ich an dem Wochenenden krank worden bin und dann wenn es wieder darum ging zu funktionieren zur Schule zu gehen Zu arbeiten Dann hat mein körper auch wirklich wieder funktioniert und war plötzlich mehr oder weniger gesund.

00:07:27: Und ich glaube das wir gar nicht so gar nicht viel uns mit der frage beschäftigen sollten So hey mensch früher gings doch irgendwie auch Das nicht so einen fokus rücken weil Weil das, glaube ich, unglaublich hinderlich ist für das was wir tun.

00:07:44: Für das, was wir vorhaben.

00:07:45: Für einen gesunden Lebensstil.

00:07:47: Denn dass es eher so der Fokus auf das was eben nicht geht.

00:07:51: Der Fokus auch auf das negative.

00:07:54: Warum ging's denn früher und jetzt gehts nicht mehr?

00:07:56: Und klar finde ich mich auch in diesen Situationen immer mal wieder und sitze da und denke Mann ey!

00:08:02: Letztens hat mich jemand gefragt was so das... die größte Herausforderung innerhalb der Wechseljahre für mich ist.

00:08:09: und da habe ich so dann überlegt und hab gesagt, dass das... Die größte Herausforderungen für mich is', dass mein Körper nicht mehr so funktioniert wie er mal funktioniert hat.

00:08:19: Dass ich mich nicht mehr darauf verlassen kann, dass sich in Situationen gut funktioniere.

00:08:24: Und dann ist die Frage was machst du denn wenn Du diese Erkenntnis hast?

00:08:27: Was machst Du denn damit, wenn Du merkst okay es funktioniert halt alles nicht mehr sowie früher?

00:08:33: Du kannst versuchen es zu erzwingen dass es wieder läuft, das ist wieder funktioniert und ich glaube wie vorhin schon sagte.

00:08:40: Ich glaube, dass wir da auch sehr gut darin sind, das durchzuziehen weil wir ja auch sehr hohe Ansprüche an uns selbst haben und auch gute Leistungen erbringen können und uns auch gut anpassen können und auch gerne Verantwortung übernehmen und deshalb oft mehr leisten als andere Menschen aber dass das letzten Endes uns immer wieder auf die Füße fallen wird dass wir dann eben am Wochenende krank sind, dass wir eben keine Energie mehr haben um wirklich die Dinge zu tun, die wir gerne tun und deswegen ist auch hier mein Ansatz wieder akzeptiere den Zustand der jetzt is.

00:09:17: Und vergleiche dich vor allem nicht immer mit anderen und vergleichen dich aber vor allem auch nicht immer wieder mit deinem früheren ich.

00:09:25: Denn du bist heute nicht mehr der Mensch, der du vor zehn, zwanzig, dreißig, vierzig Jahren gewesen bist.

00:09:30: Du bist heute ein anderer Mensch!

00:09:32: Und vor allen bist du heute jemand, der meinen Podcast hört, der diese Folge hört und der sich mit dem Thema Hochsensibilität auseinandersetzt – und damals hast du es vielleicht noch nicht gewusst?

00:09:44: Damals hattest du vielleicht immer noch das Gefühl, ich bin irgendwie anders.

00:09:48: Ich muss mich irgendwie anpassen und ich bin falsch.

00:09:51: Aber heute weißt Du, dass Du nicht mehr falsch bist!

00:09:54: Du weißt warum Dein Körper anders funktioniert?

00:09:56: Du weisst warum Du Dich länger regenerieren

00:09:59: musst?!

00:09:59: Du weist aber auch, dass es wichtig ist, nicht nur die Gedanken auf das Negative zu lenken und zu sagen so oh ich bin schwach weil ich hochsensibel bin sondern den Fokus eher dahin zu lenke was ist das was Dich ausmacht?

00:10:13: Das ist das, was du trotz allem immer noch kannst.

00:10:16: Und du bist gewachsen und gerade auch mit der Erkenntnis dass du hoch sein Siebel bist hast du einen ganz großen Schritt in die positive Richtung getan und genau deswegen darfst Du auch dazu stehen!

00:10:28: Mit diesem Wissen warum Du anders bist?

00:10:30: Warum Du anders funktionierst?

00:10:32: Hast Du Dir eine neue Welt eröffnet.

00:10:35: und an dem Punkt es ist wichtig das zu akzeptieren, auch zu akzipieren, Dinge wegfallen, wie zum Beispiel die großen Partys.

00:10:45: Die durchgetanzten Wochenenden, die schlaflosen Nächte oder dass du dann ganz bewusst sagst okay dieses Highlight gönn ich mir weil es mir unglaublich gut tut!

00:10:55: Ich weiß zwar...ich bin drei Tage danach krank aber das gönne ich mir jetzt einfach mal und das darf auch sein.

00:11:03: also mach dieses Wissen über deine Hochsensibilität welchem Weg du schon gegangen bist und auch was dein Körper braucht, um gesund zu bleiben.

00:11:11: Mach das zu deiner Stärke!

00:11:14: Steh selbstbewusst dazu, finde heraus, was du brauchst, was deine Bedürfnisse sind wo deine Grenzen liegen Und ich glaube dass dies ein ganz wichtiger Schritt ist gerade auf dem Weg hin Ja, ein positives Lebensgefühl zu entwickeln und deine Hochsensibilität nicht mehr als Fluch zu sehen sondern auch etwas Positives.

00:11:34: Denn es steckt ja ganz viel Mehrwert darin.

00:11:37: Dazu habe ich schon viele verschiedene Folgen gemacht und das werden immer wieder neue Folgen kommen weil ja auch ich in den zwei Jahren Podcasts nicht weiterentwickelt habe und immer neue Erfahrungen und Erkenntnisse gemacht habe die ich dir halt auch sehr gerne mit auf dem Weg geben möchte.

00:11:53: Und deswegen Ja, sei frustriert und sag hey Mann, früher ging's doch auch.

00:11:59: Und es kann auch unglaublich frustrierend sein zu erkennen dass gewisse Sachen einfach nicht mehr gehen.

00:12:03: aber versuch dann auch wieder zu schauen.

00:12:05: okay ich stehe jetzt halt hier ich akzeptiere das was sich bin und ich gucke jetzt was kann ich von diesem punkt aus wertvolles und schönes erschaffen?

00:12:15: Was ist das, was ich kann?

00:12:17: Was ist dass, was mich gut fühlen lässt?

00:12:19: und dann gehe diesen Weg.

00:12:21: Such dir Menschen die dich dabei auch unterstützen, die sich tragen.

00:12:24: sucht ihr professionelle Unterstützung, such dir ein Coach so wie mich der dich in Stück auf deinem Weg begleitet gerade wenn es darum geht Veränderungen anzustoßen im Privatleben, im Berufsleben ja.

00:12:36: und da schafft ihr einfach einen Netzwerk aus Menschen.

00:12:38: die ist gut mit ihr meinen.

00:12:40: Und wenn du magst was du hörst dann noch heute wieder mein Wunsch an dich Teile meinen Podcast, kommentiere viel gewisse Folgen weiter an Menschen die davon profitieren können.

00:12:53: Ich komme auch sehr gerne in Unternehmen zu Events und spreche über das Thema Hoch-Sensibilität oder neue Divergents.

00:13:00: empfehle mich da gerne weiter!

00:13:02: Und wenn du magst dann... Gehe auf meine Aktion bei GoFundMe und schick mir eine kleine Spende, denn jeder noch so kleine Beitrag hilft mir dabei diesen Podcast vorzuführen.

00:13:12: So dass viele Menschen auch von meinem Wissen und meiner Erfahrung profitieren können!

00:13:17: In diesem Sinne Sorge gut für dich.

00:13:19: alles Liebe und bis bald.

00:13:23: Das war der Hochsensibilitäts-Podcast von und mit mir Christine Kluck.

00:13:29: Ich hoffe, dass dir diese Folge gefallen hat!

00:13:31: Wenn ja, empfehle mich gerne weiter – und ansonsten sage ich bis zum nächsten Mal!

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