Dauerlärm und Hochsensibilität: Ruhe im Alltag finden

Shownotes

In dieser Folge geht es darum, unvermeidbaren Lärm besser auszuhalten und vermeidbare Geräusche bewusst zu reduzieren.

- Persönliche Erfahrungen: Wie anhaltender Baustellenlärm meinen  Spielraum für weitere Reize verkleinert.
- Entspannt einkaufen und ausgehen: Nach stillen Stunden, kleineren Läden und Restaurants ohne laute Hintergrundmusik Ausschau halten.
- Rückzug ermöglichen: Bei Veranstaltungen Pausen einlegen, kurz nach draußen gehen oder die Aufenthaltsdauer anpassen.
- Hilfsmittel nutzen: Ohrstöpsel, Ohrschützer und selbst gewählte ruhige Musik als persönliche Möglichkeiten zur Geräuschdämpfung.  Untterwegs bleibt jedoch die Wahrnehmung der Umgebung wichtig.
- Ruheorte finden: Natur, Ruheräume und andere ruhige Plätze als Rückzugsmöglichkeiten im Alltag.
- Zu Hause genauer hinhören: Prüfen, ob Radio oder Fernseher ständig im Hintergrund laufen müssen.
- Einen anderen Blick auf die Baustelle gewinnen: Warum mir der Kontakt zu den Menschen dort hilft, ohne dass der Lärm dadurch verschwindet.

Welche Geräusche belasten dich, und welche Hilfsmittel oder Ruheorte helfen dir? Teile deine Erfahrungen in den Kommentaren oder schicke mir gern  eine Nachricht. Auch Themenwünsche und Empfehlungen für künftige Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartner sind willkommen.

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Transkript anzeigen

00:00:05: Herzlich willkommen zu meinem persönlichen Podcast, wo sich alles um das Thema Hochsensibilität dreht.

00:00:12: Ich bin Kristin Kluck und ich wünsche dir jetzt viel Freude beim Anhören!

00:00:28: Und ich möchte in den nächsten Monaten auch wieder mehr Gespräche mit interessanten Menschen führen.

00:00:35: und mich interessiert dann natürlich auch, was interessieren dich für Themen?

00:00:39: Was für Menschen sollte ich in meinen Podcast reinholen.

00:00:42: Welche Themen sollte ich mit ihnen besprechen?

00:00:44: Welche Experten oder Expertinnen interessieren Dich?

00:00:47: also schreib es gerne die Kommentare, schickt mir einfach eine Nachricht dazu wen ich dafür heranziehen kann und vielleicht hast du ja auch eine tolle Empfehlung für mich.

00:01:00: Und heute geht es um ein Thema, was mich in den letzten Monaten privat aber auch zum Teil geschäftlich extrem begleitet.

00:01:09: Es geht um Dauerlärm!

00:01:12: Wir haben vor einigen Jahren bereits eine riesige Baustelle bei uns vor den Fenstern gehabt, die sich wirklich über mehrere Wochen ich glaube sogar über drei Monate hingezogen hat.

00:01:26: Und ja irgendwie verfolgt uns das so ein bisschen denn wir haben jetzt schon wieder eine Baustelle und hatten vor kurzem erst wieder ne Baustelle, weil hier die Gleise neu verlegt worden sind für die Straßenbahn gleich um die Ecke.

00:01:42: Und jetzt haben wir schon wieder eine neue Baustelle hier direkt vor der Tür und diese Dauerlärm, der wirklich am Morgen beginnt und sich dann bis zum Abend durchzieht.

00:01:54: Durch die Wochen egal ob Ferien oder nicht an dem Wochenenden ist zum Glück Ruhe. Aber ansonsten ist es wirklich bis auf kleine Pausen die ganze Zeit Dauerlärm. Und unsere Tochter geht ja auch in die Schule.

00:02:11: Das heißt, dass dort auch sie einen ganz anderen Lärmpegel den ganzen Tag über hat ,als sie es von zu Hause eigentlich gewöhnt ist.

00:02:20: Und wenn ich auf Netzwerk treffen oder Veranstaltungen oder einfach mal nur in die Stadt gehe fällt mir auch dieser extreme Lernpegel um mich herum auf und früher habe ich das viel besser weggesteckt.

00:02:31: Aber gerade seit diese Baustellen jetzt hier um uns rum sind und wir eigentlich die ganze Zeit über immer diesen Grundlärm mit haben, merke ich dass das mir immer schwerer fällt.

00:02:45: Diesen, ja wie sage ich das, diesen Basislärm der eben in einer Großstadt herrscht irgendwie zu tolerieren mich davon abzugrenzen das auszublenden. Das fällt mir immer immer immer schwerer. Und ich habe auch schon mit einigen anderen Menschen darüber gesprochen, die zum Teil das überhaupt nicht so wahrnehmen oder die eben sagen hey gerade auch in den letzten Monaten oder Jahren oder auch in der letzten Zeit an sich haben sie auch das Gefühl dass dieser Lärm und diese Anspannung in unserer Welt irgendwie größer intensiver und stärker geworden sind.

00:03:27: Und ich stelle mir jetzt natürlich die Frage, wenn du dich vielleicht in der ähnlichen Situation befindest.

00:03:33: Was können wir eigentlich gegen diese Dauerbeschallung gegen diesen Lärm tun?

00:03:40: Wir sind ja nicht mal beim Einkaufen davor geschützt denn überall in jedem Laden läuft meistens irgendeine Hintergrundmusik.

00:03:48: Und ich habe letztens gelesen dass IKEA jetzt dauerhaft an einem Tag in der Woche nagelt mich jetzt nicht drauf fest, aber ich glaube es war mittwochs von siebzehn bis neunzehn Uhr immer die stille Stunde einführt.

00:04:02: Und ich habe das auch schon gesehen bei uns hier bei der Rewe oder im Konsum.

00:04:06: also es gibt Einkaufsläden die diesem Vorbild wirklich folgen.

00:04:11: und wenn ich mich dann so an meine Kindheit zurück erinnere... Wo es einfach ruhig war in den Einkaufsläden, wo einfach das Einkaufen auch eine ganz andere Qualität hatte.

00:04:22: Man hat eher so ein bisschen gedämpfter dann gesprochen.

00:04:25: Es war nicht so'n Lärm mit diesen klappernen Einkaufskörben .Und irgendwie war das in meiner Kindheit eher so ein positives Erlebnis, während es jetzt eher eine absoluten Reizüberflutung gleicht und ich dann wirklich auch schon freiwillig mal in kleinere Läden einkaufen gehe.

00:04:44: Weil ich weiß da ist nicht so diese Reizüberflutungen.

00:04:48: Da kann ich entspannter Einkaufen gehen und fühle mich nicht total fertig wenn ich den Raum oder den Laden dort wieder verlassen habe.

00:04:57: Also das ist etwas was du tun kannst.

00:04:58: Du kannst nach nach Möglichkeiten schauen, wo stille Stunden sind.

00:05:04: Du kannst nach Restaurants Ausschau halten die eben keine laute Geräuschkulisse haben und keine lauter Hintergrundmusik wo es wirklich so kleine Wohlfühloasen gibt mit viel Grün vielleicht bisschen Naturgeräuschen.

00:05:19: und da erinnere ich mich an meine Zeit damals in Stuttgart wo ich dort gearbeitet habe in einem Tanz- und Seminarzentrum.

00:05:28: Und wir hatten damals dort auf den Toiletten, hatten wir Märchen laufen aber nicht nur irgendwelche Märchen sondern ich glaube waren die gelesen von Hella von Sinnen?

00:05:39: Ich weiß es nicht mehr!

00:05:40: Auf jeden Fall waren das so ein bisschen witzige Märchen.

00:05:43: Die haben wir dann im Hintergrund zum Beispiel auch den Toilletten laufen lassen.

00:05:47: oder was ich auch total schön finde ist wenn in den Bädern dann auch wirklich so Naturgeräusche oder meditative Musik gespielt werden.

00:06:00: Also das sind Sachen, wo du dich wenn du raus in die Öffentlichkeit musst ein bisschen zurückziehen kannst.

00:06:05: Und was ich auch immer mache, wenn ich irgendwo bin, wo viele Menschen sind, wo es sehr laut ist: Ich ziehe mich immer mal zurück entweder auf Toilette oder ich gehe kurz nach draußen Oder ich gehe erst spät dorthin oder gehe zeitiger.

00:06:20: Also wirklich mittlerweile ist es so, dass mein Körper mir dann auch ein Zeichen gibt wenn's einfach zu viel Input ist und wie gesagt jetzt durch die Baustellen.

00:06:29: hier vor der Tür ist mein Kompensationsbereich noch mal viel kleiner als er normalerweise ist. Und was ich denn auch mache ist, meine Ohrstöpsel benutzen.

00:06:47: Reinmachen, wenn es mir einfach zu laut ist um diese Außengeräusche zu dämmen.

00:06:52: Unsere Tochter hat auch Ohrschützer die sie dann aufsetzt, die das Geräusch... den Geräuschpegel ein bisschen runterschalten.

00:06:59: Sie können das auch in der Schule nutzen, das finde ich unglaublich schön dass da diese Möglichkeit herrscht!

00:07:05: Es gibt dort auch einen Ruheraum wo sie sich zurückziehen kann und wo auch wirklich dann drauf geachtet wird, dass in diesem Raum ruhige Musik gespielt wird und es wirklich auch leise ist.

00:07:15: Und solche kleinen Oasen solltest du dir in deiner Umgebung auch suchen.

00:07:21: Das kann eine schöne Hotel-Lobby sein, bisschen deine Ruheinsel.

00:07:28: Es kann ein Feld sein, ein Wald wo du spazieren gehen kannst.

00:07:32: Es kann ein Aussichtspunkt sein der vielleicht ein bisschen versteckt ist.

00:07:38: also es gibt viele Möglichkeiten Orte zu finden an denen du ein bisschen runterschalten kannst bisschen zur Ruhe kommen und dich ausruhen kannst.

00:07:49: Und wenn das nicht geht also wenn die Geräusche wirklich zu laut sind was ich dann mache is auch Ich nehme meine Kopfhörer und mache Musik an, die mir gefällt.

00:08:00: Also natürlich nicht extrem laut!

00:08:02: aber schon auf einem gewissen Level, so dass diese Außengeräusche eben auch überblendet werden.

00:08:08: Und das ist für mich dann auch besser erträglich als diesen ganzen Umgebungsgeräusche.

00:08:14: und wenn ich draußen unterwegs bin habe ich zum Beispiel auf der einen Seite meinen Ohrstöpsel drin, über den ich vielleicht ein Podcast oder ruhige Musik höre und das andere Ohr hab' ich offen damit ich meine Umgebung gut hören

00:08:27: kann.".

00:08:28: was ich sehr gefährlich finde, sind Menschen die komplett mit großen Kopfhörern unterwegs sind.

00:08:37: Wo du wirklich auch merkst, sie sind voll in dem, was sie hören drin.

00:08:41: Da kann es nämlich ganz schnell sein dass du zum Beispiel eine Straßenbahn oder ein Auto übersiehst oder dich anderweitig in eine gefährliche Situation begibst weil du diesen dieses Sinnesorgan komplett abgeschalten hast.

00:08:54: und noch gefährlicher finde ich es, wenn Menschen so Fahrrad fahren.

00:08:58: Aber gut, das ist jeden selbst überlassen!

00:09:01: Ich persönlich würde dir eher davon abraten.

00:09:05: Und jetzt auch in Bezug auf diese Baustelle... Das ist ja jetzt eine Sache die kann nicht ändern.

00:09:10: Die ist hier in unserem persönlichen Umfeld.

00:09:14: D.h.,

00:09:14: ich habe mein Zuhause wo ich mich eigentlich wohlfühlen und abschalten möchte Und ich kann es aber nicht auf Grund dieser Baustelle, die ja auch wichtig ist.

00:09:26: Wo ich weiß, okay, die ist jetzt für einen gewissen Zeitraum und danach kommt hoffentlich nicht gleich die nächste Baustelle.

00:09:33: Aber was ich merke, was mir auch geholfen hat gerade wenn so eine Baustelle um die Ecke ist läuft man ja doch öfter mal dran vorbei.

00:09:40: Und dann einfach zu schauen, was arbeiten denn dort für Leute?

00:09:44: Und mit unserer Tochter ist es auch so, dass wir dann auch immer mal stehen bleiben und gucken wie die Bagger da arbeiten.

00:09:49: Was sie machen usw.

00:09:51: Und wenn wir uns dann jeden Tag begegnen, dann ergibt sich ja auch ein bisschen so ein vertrautes Verhältnis oder eine Art Beziehung in Anführungsstrichen zu den Bauarbeitern.

00:10:03: Das hilft mir auch da so ein bisschen... entspannter zu sein, weil ich weiß okay diese Menschen arbeiten jetzt dort unten die machen dies und das.

00:10:14: Das ist deren Job!

00:10:15: Und sie sind auch immer sehr freundlich und lächeln uns an und dann ist es auch schon wieder ein ganz anderes Verhältnis als wenn ich da immer ganz anonym dran vorbeilaufen würde.

00:10:27: also dass ist etwas das merke ich.

00:10:28: das hilft mir auch sehr wenn ich Dinge verstehe wenn ich so eine bisschen der Beziehung dazu aufbauen kann was nicht heisst, dass es mich nicht trotzdem stört, wenn hier früh um sieben dann der Lärm von den Baggern und Lkw's losgeht.

00:10:43: Zumal ja heutzutage auch alles irgendwie piept!

00:10:46: Und die Lieferwagen, die hier immer anhalten, die vorwärts fahren, rückwärts fahren, die hupen müssen, die sich mitten auf die Straße stellen so das dann die anderen Autos nicht vorbei kommen oder sich sogar anschreien.

00:11:00: Ich sage mir immer mein Gott können wir nicht alle mal ein bisschen in Gang runterschalten?

00:11:06: ist dieser ständige Lärm, diese ständigen Dauerbeschallung.

00:11:10: Ist es wirklich notwendig?

00:11:13: Kann man nicht irgendwo auch mal einfach was

00:11:16: lassen?".

00:11:18: Und ich erinnere mich noch so gut daran, dass ich in meiner Kindheit aufgewachsen bin, das da eigentlich immer bei uns zu Hause des Radio im Hintergrund lief.

00:11:27: und dann bin ich das erste Mal nach meinem Studium zu einer Freundin gefahren.

00:11:33: Nachhause habe dort für mehrere Tage auch gewohnt Und die hatten nie Radio an.

00:11:39: Bei denen war es immer ruhig, da hat man dann das Vogelgezwitscher gehört oder es war einfach still in der Wohnung.

00:11:46: jeder hat so ein bisschen vor sich hingearbeitet und hat mal ein Flugzeug gehört oder ein Auto vorbei fahren.

00:11:53: aber im Großen und Ganzen war das für mich eine ganz neue Erfahrung dazu zu merken hey's muss nicht immer ne Dauerbeschallung sein Und ganz oft ist es ja auch so, dass wir gar nicht wahrnehmen was eigentlich für ein Lärmpegel die ganze Zeit um uns herum ist und das es deshalb auch so wichtig ist da mal hinzuschauen bzw.

00:12:12: hin zu hören und zu gucken wie kannst du denn den Geräuschpegel beziehungsweise die Dauerbeschallung in deinem Alltag schon reduzieren?

00:12:22: So dass du dann die Momente, wo du diesen Reizen ausgesetzt bist.

00:12:26: Zum Beispiel wenn du unter Menschen gehst auf Konzerte in die Stadt, dich mit Menschen triffst im Restaurant gehst ins Kino gehst was auch immer... dass du dann viel mehr Raum hast, das zu kompensieren als wenn du die ganze Zeit zu Hause schon immer volle Pulle des Radio laufen lässt oder der Fernseher den ganzen Tag an ist.

00:12:47: Ich bin da auch sehr interessiert daran wie du mit solchen Situationen umgehst ob du dir überhaupt bewusst bist, was für Geräusche und Musik und Töne tagtäglich auf dich einprasseln.

00:13:01: Was du dagegen tust um dich gut davon abzugrenzen, was vielleicht sogar Hilfsmittel sind die dir helfen können zum Beispiel bestimmte Kopfhörer, Ohrstöpsel ja Dämmung in den Fenstern oder Decken vor den Türen, oder was weiß ich?

00:13:21: Also lass mich da gerne daran teilhaben.

00:13:23: Auch gerne die anderen.

00:13:25: schreib es in die Kommentare oder schreib mir eine Nachricht so dass ich das mit allen anderen dann auch teilen kann, sodass wir uns gegenseitig unterstützen und voneinander profitieren können.

00:13:37: Ja, wenn dir gefällt was du hörst: unterstützt mich gerne, abonniere meinen Podcast.

00:13:42: Klick auf Gefällt mir, kommentiere, teile ihn oder schicke mir eine Spende über den Link von GoFundMe so dass ich meinen Podcast auch weiterhin finanzieren kann!

00:13:54: In diesem Sinne wünsche ich dir eine gute Woche mit viel Ruhe, wenig Lärm und wenig Baustellen.

00:14:00: Bis dahin, mach's gut, bye-bye.

00:14:04: Das war der Hochsensibilitäts-Podcast von und mit mir Kristin Kluck.

00:14:10: Ich hoffe, dass dir diese Folge gefallen hat!

00:14:12: Wenn ja, empfehle mich gerne weiter – und ansonsten sage ich bis zum nächsten Mal!

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